Forschung

Der Forschungsschwerpunkt unserer Abteilung liegt auf der Entwicklung und Charakterisierung klinisch relevanter Tiermodelle der angeborenen Emotionalität und Stressreaktivität.

Die Arbeiten zielen auf die Analyse neurobiologischer, endokriner und molekulargenetischer Mechanismen von affektiven Störungen wie der Depression. Das Methodenspektrum umfasst eine Vielzahl verhaltensbiologischer Tests, neuroendokriner Techniken zur Analyse von Steroiden, Neuropeptiden und Transmittern im Gehirn, und darüber hinaus Paradigmen zur Untersuchung von Interaktionen zwischen genetischer Prädisposition und Umwelteinflüssen.

Die neuroendokrinen Untersuchungen im Gehirn und Blut konzentrieren sich dabei auf die Funktion und Regulation der Stresshormon-Systeme, die mit Emotionalität und Depression assoziiert sind. Zum Einsatz kommen verschiedene Labormausstämme sowie Tiermodelle für neurodegenerative Erkrankungen und affektive Störungen (generiert durch selektive Zucht bzw. gezielte genetische Manipulation).

Durch die präzise Kenntnis von neurobiologischen und molekulargenetischen Korrelaten der Verhaltensveränderungen bei Angst- und Depressionserkrankungen soll ein Beitrag zur Definition neuer Zielstrukturen für die Diagnose und Behandlung dieser affektiven Störungen geleistet werden.